Die logischen Ebenen der Veränderung
B036: Online-Workshop
Leitung: Mag.a Angelika Kail
Unterrichtsform: Live Online-Unterricht via Zoom
Termin: 09. September 2026, 17.00 bis 20.00 Uhr
Umfang: 3 Stunden
Studiengebühr: € 89 zzgl. 0 % USt.
Warum Veränderung manchmal nicht dort beginnt, wo wir denken
Sie möchten etwas verändern – und trotzdem landen Sie immer wieder beim alten Muster?
Nehmen wir ein ganz alltägliches Beispiel: Sie möchten klarer Nein sagen.
Vielleicht fehlt Ihnen einfach eine passende Formulierung. Dann liegt der Ansatzpunkt eher auf der Ebene des Verhaltens oder der Fähigkeiten.
Vielleicht steckt dahinter aber der Glaubenssatz:
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
Oder sogar ein Teil des eigenen Selbstbildes:
„Ich bin diejenige, auf die man sich immer verlassen können muss.“
Dasselbe sichtbare Thema – und völlig unterschiedliche Ansatzpunkte.
Genau hier können die logischen Ebenen der Veränderung nach Robert Dilts eine hilfreiche Landkarte bieten. Das Modell unterstützt dabei, Veränderungsprozesse genauer zu betrachten und zu unterscheiden, ob ein Thema beispielsweise mit dem Umfeld, dem Verhalten, den eigenen Fähigkeiten, Glaubenssätzen und Werten oder mit Fragen der Identität, Vision, des Sinns und der Zugehörigkeit zusammenhängt.
Die logischen Ebenen: Veränderungsprozesse besser verstehen
Robert Dilts entwickelte das Modell der logischen Ebenen in Anlehnung an die Ebenen des Lernens und der Veränderung von Gregory Bateson. Bekannt wurde es zunächst vor allem im Kontext des NLP. Heute wird es auch darüber hinaus als Struktur- und Reflexionsmodell in Beratung, Training und Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt.
Die Grundidee: Veränderungsprozesse können auf unterschiedlichen, miteinander verbundenen Ebenen betrachtet werden.
- Umfeld und äußere Bedingungen
- Verhalten
- Fähigkeiten und Strategien
- Glaubenssätze und Überzeugungen
- Werte
- Identität und Selbstbild
- Vision und Sinn
- Zugehörigkeit, Quelle und Spiritualität
Die einzelnen Ebenen beeinflussen einander. Was auf den ersten Blick wie ein reines Verhaltensproblem aussieht, kann seinen Ansatzpunkt beispielsweise bei einer Fähigkeit, einer inneren Überzeugung, einem Wert oder dem eigenen Selbstbild haben.
Die logischen Ebenen bieten damit einen Ordnungsrahmen, um Veränderungsthemen genauer einzuordnen. Sie können dabei helfen, gezieltere Fragen zu stellen, mögliche Zusammenhänge sichtbar zu machen und passende Interventionsmöglichkeiten auszuwählen.
Widerstände, wiederkehrende Konflikte oder Maßnahmen, die wenig bewirken, können ein Hinweis darauf sein, dass bisher nicht auf jener Ebene angesetzt wurde, auf der das eigentliche Thema liegt.
Das erwartet Sie im Workshop
Nach diesem Workshop
- kennen Sie Herkunft, Aufbau und Bedeutung der logischen Ebenen,
- können Sie die verschiedenen Ebenen unterscheiden und Veränderungsthemen strukturierter betrachten,
- können Sie die logischen Ebenen als Diagnose- und Reflexionsmodell bei unterschiedlichen Lebenssituationen und Konflikten einsetzen,
- lernen Sie Möglichkeiten kennen, Ziele mithilfe der logischen Ebenen genauer zu klären,
- können Sie das Modell zur Begleitung von Veränderungsprozessen im privaten und beruflichen Kontext einsetzen.
Aufbau und Inhalte
Im Workshop beschäftigen Sie sich mit:
- Herkunft und Entstehung des Modells der logischen Ebenen
- den logischen Ebenen im Detail – Aufbau und Abfolge
- Aussagen und Wirkungen der einzelnen Ebenen
- den logischen Ebenen als Diagnose-Tool
- den logischen Ebenen zur Zielbestimmung
- den logischen Ebenen als Veränderungs-Tool
- Interventionsmöglichkeiten auf den unterschiedlichen Ebenen
Dabei bleibt es nicht beim theoretischen Verständnis des Modells.
Sie lernen auch konkrete Fragestellungen kennen, mit denen sich ein Thema auf den unterschiedlichen Ebenen betrachten lässt: vom äußeren Kontext über Verhalten, Fähigkeiten, Glaubenssätze und Werte bis hin zu Identität, Vision und Sinn.
Ebenso werden unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten vorgestellt – beispielsweise Ressourcen- und Stärkenarbeit, Arbeit mit Glaubenssätzen und Werten, Biografiearbeit, Visionarbeit, Verhaltensexperimente und Möglichkeiten zur Umsetzung im Alltag.
Für wen ist der Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an Menschen, die Veränderungsprozesse professionell begleiten oder das Modell für die eigene Reflexion kennenlernen möchten.
Dazu zählen insbesondere:
- Berater/innen und Menschen aus psychosozialen Berufen
- Therapeut/innen und Psycholog/innen
- Supervisor/innen und Mediator/innen
- Aufstellungsleiter/innen
- Trainer/innen und Personen aus der Erwachsenenbildung
- Gesundheitsförderer/innen
- Menschen, die an Selbsterfahrung und persönlicher Entwicklung interessiert sind
Das Modell lässt sich damit sowohl in Beratung, Therapie, Training und anderen professionellen Settings als auch für die eigene Reflexion einsetzen.
Live Online mit Mag.a Angelika Kail
Mag.a Angelika Kail arbeitet seit vielen Jahren mit Menschen in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen und nutzt die logischen Ebenen auch in ihrer eigenen beruflichen Praxis.
Im Workshop verbindet sie die theoretischen Grundlagen mit konkreten, praxiserprobten Interventionsmöglichkeiten und zeigt, wie das Modell zur Analyse von Situationen, zur Zielklärung und zur Begleitung von Veränderungsprozessen eingesetzt werden kann.
Der Unterricht findet live über Zoom statt. Sie können Fragen stellen, Beispiele reflektieren und das Modell unmittelbar auf unterschiedliche Veränderungsthemen übertragen.
Organisatorisches
| Termin: | 09. September 2026 |
| Zeit: | 17.00 bis 20.00 Uhr |
| Unterrichtsform: | Live Online-Unterricht via Zoom |
| Umfang: | 3 Stunden |
| Studiengebühr: | € 89 zzgl. 0 % USt. |
Optional: Nachbesprechung und Reflexion im Einzelgespräch mit Mag.a Angelika Kail, anrechenbar als LSB-Selbsterfahrung bzw. Einzelsupervision.
Kursunterlagen
Sämtliche Kursunterlagen und Lernmaterialien finden Sie auf unserer digitalen Lernplattform. Sie können dort zeitlich flexibel darauf zugreifen und die Unterlagen herunterladen.
Abschluss und Anrechenbarkeit
Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung.
Dieser Online-Workshop ist als Fortbildung im Ausmaß von 3 Stunden für praktizierende Lebensberater/innen im Sinne der Verordnung BGBl. II Nr. 260/1998 , § 1 Abs. 2 anrechenbar.
Zulassungsvoraussetzungen
- Mindestalter von 24 Jahren
- Tätigkeit oder Interesse in Beratung, Therapie, Psychologie, Supervision, Mediation, Aufstellungsarbeit, Training, Gesundheitsförderung oder einem verwandten psychosozialen Berufsfeld
- auch an Selbsterfahrung Interessierte sind willkommen
- Internetzugang und kostenlose Registrierung bei Zoom
- Bereitschaft zur Selbsterfahrung
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